Mehrfamilienvillen, Hamburg-Nienstedten
In Hamburg-Nienstedten, zwischen Kanzleistraße und Quellental, liegt das Entwicklungsgrundstück, auf dem sechs Mehrfamilienvillen unweit der Elbe errichtet worden sind. Die Neubauten entstanden inmitten einer durchgrünten, parkartigen Anlage – zum Teil frei stehend, zum Teil angebaut. Über einhundert Jahre alter Baumbestand, Hecken und Strauchlandschaften verlangten nach einem behutsamen Umgang mit diesem Ort. Ziel des Entwurfs war es, städtische Lebensqualität in einem naturbelassenen Umfeld zu vermitteln.

Jedes Gebäude besteht aus drei Geschossen mit je sechs bis sieben Wohnungen, die sehr hochwertig ausgestattet wurden und großzügige Grundrissformen aufweisen. Klare, kubische Formen sowie die mit Basalitstein akzentuierten Fassaden im Übergang zu hellen Putzflächen nehmen die Wirkung der Wohnhäuser in der natürlichen Umgebung angenehm zurück ohne sich unterzuordnen. Auch im Inneren der Wohnungen setzt sich die geradlinige und zurückhaltende Haltung fort. Die Oberflächen sind von Eichenparkett über Basalitböden wiederkehrende Zitate der Eindrücke von Außen. Abwechslungsreiche Raumfluchten und funktionale Anordnung der Nutzungen lassen die Wohnqualität noch weiter gewinnen.

Die großen Fensterflächen ermöglichen einen intensiven Dialog von innen nach außen und verzahnen das Wohnen intensiv mit dem gediegenen Umfeld.
Landhaus Toskana
Im Chianti, mitten in einem Landschaftsschutzgebiet, befindet sich das Landhaus Toskana. Der ursprünglich einfache Bruchsteinbau aus den 70er Jahren wurde, bis auf die unter Bestandschutz stehende Außenfassade, entkernt und saniert. Unter Berücksichtigung ökologischer und biologischer Aspekte wurde dieses Haus mit moderner Architektur und hochwertigen Materialien ausgebaut. Die vorhandene Raumorganisation wurde zu Gunsten einer großzügigen, neuen inneren Struktur umgestaltet. Auf dem gleichen Grundstück befindet sich ein Gästehaus, welches aus der Remise für landwirtschaftliche Geräte entstanden ist. Bei der Planung der Räume wurde besonders darauf Wert gelegt, die einmalige Lage mit ihren weiten Ausblicken auf die durch Olivenhaine und Wein geprägte Landschaft hervorzuheben und sichtbar zu machen. So wurden drei unterschiedliche Terrassenbereiche um den Wohnbereich herum geschaffen – eine im Osten, eine im Westen, eine im Süden – die es den Bewohnern ermöglicht, sie im Tagesverlauf unterschiedlich zu nutzen und so die Natur in ihrer ganzen Harmonie zu erleben. An die Westterrasse schließt sich ein neu geschaffener Swimmingpool mit einem außergewöhnlichen Glasüberlauf an, der die Grenze zwischen Himmel und Wasser verschmelzen lässt. Von außen betrachtet, scheint es, als würde das Wasser gegen alle Gesetze der Physik verstoßen und gletschergleich in seiner rechteckigen Form verharren. Der Pool trägt in großem Maße zu einer Ordnung des Außenbereiches bei und betont die Lage des Hochplateaus.
Umbau einer denkmalgeschützten Scheune zum Wohnhaus, Köln-Widdersdorf
Dieses Wohnhaus ist Teil einer denkmalgeschützten, um 1860 erbauten, geschlossenen Hofanlage in Backstein. Eine zweigeschossige Teileinheit der ehemaligen Scheune ist hier mit viel Liebe zum Detail saniert worden. Der Charakter des Hauses ist durch eine charmante hölzerne Balken- und Stützenkonstruktion geprägt, die in allen Geschossen gesandstrahlt wurde und nun in neuem Glanz erstrahlt.

Das 4,5m hohe Erdgeschoss nimmt den großzügigen Wohnbereich auf. Der neue Mittelpunkt des Hauses ist die offene, minimalistische Küche. Diese gliedert zusammen mit einer Empore (Gast- und Arbeitraum) mit darunter liegendem Hauswirtschaftsraum das große Raumvolumen. Eine aufwendig gewendelte Treppe aus Stahlelementen und Holz verbindet die zwei Geschosse. Die ehemaligen Durchgangszimmer des Obergeschosses sind zu Gunsten einer lichtdurchfluteten, bis zum Dachfirst reichenden Diele entfallen. Ankleide, Schlafzimmer und die Kinderzimmer werden durch zusätzliche Dachflächenfenster hier erhellt.

Eine besonders reizvolle Lösung stellt das ungewöhnliche Bad auf dieser Etage dar. Dieses ist in drei Bereiche eingeteilt, welche auf unterschiedlichen Ebenen lokalisiert sind – Waschbereich mit Badewanne, WC und Dusche. Die Staffelung des Badezimmers ermöglichte erst die Nutzung der darunter liegenden Empore als Arbeits- und Gästezimmer.
Weingut Markus Molitor, Bernkastel-Wehlen, Mosel
Aus der Beurteilung der Jury:
Die Sanierung des Weingutes Markus Molitor am Klosterberg in Bernkastel-Wehlen ist ein hervorragendes Beispiel für den Umgang mit historischer Bausubstanz. Im Weingut wurden die Anforderungen an eine moderne Weinbereitung, Präsentation und den Verkauf sowie die Bewirtung von Gesellschaften sensibel, elegant und konsequent in das gewachsene Ensemble integriert. Entstanden ist eine sparsame Eleganz, die die historische Dimension des Weingutes betont, ohne die Integration der modernen Elemente zu verschweigen.

Architekt und Bauherr haben seit 2007 in langen Gesprächen und einem intensiven Austausch die Gebäudesanierung des Weingutes Markus Molitor als Restaurierung und Erneuerung vorangetragen. Begonnen hatte alles mit der Aufgabe, die Vinothek neu zu gestalten und das Dach zu sanieren. Schnell wurde aber klar, dass die bauliche Situation in keiner Hinsicht, weder technisch noch ästhetisch, auch nur annährend den hohen Ansprüchen des Winzers an die Qualität seiner Arbeit entspricht. Bei der notwendigen Erneuerung sollte die lange Tradition des Weingutes Markus Molitor sichtbar gemacht werden. Die zur Neuordnung des Betriebes nötigen umfangreichen Eingriffe in die Bausubstanz wurden jedoch mit einer großen Rücksichtnahme auf historische Materialität, Farben und Oberflächen durchgeführt, so dass sie sich im Ergebnis dem Besucher nicht aufdrängen, sondern sich in den gewachsenen Gesamteindruck einfügen.

Zu Beginn der Bauarbeiten gab es keine einheitliche Erschließung des dreigeteilten Gebäudes. So wurde eine zentrale Treppe in den höheren Mittelbau implantiert, die alle Ebenen miteinander verbindet. Der großzügig-herrschaftliche Eindruck des erhöhten Erdgeschosses entstand durch die Enfilade doppelflügeliger Türen, die die Vinothek samt ihrer rückwärtigen Versorgung, das Foyer mit dem Besuchereingang, den Garderobe und den Toiletten, ein anschließendes Esszimmer und schließlich die Privaträumen aneinander reiht. In den Ebenen darunter befinden sich der Tankkeller und der unmittelbar an den Felsen anschließende alte Gewölbekeller, in dem die Weine in Holzfässern reifen. Die ursprüngliche Geschosshöhe in den unterschiedlichen Teilen des Altbaus war so ungleichmäßig, dass man sich entschloss, alle Decken zu erneuern, um die Ebenen im gesamten Gebäude zu vereinheitlichen. Bei jedem Schritt wurde sorgfältig abgewogen, ob eine Aufarbeitung des Bestandes, eine Restaurierung oder eine Erneuerung notwendig sind. Beispielsweise wurde das historische, schmiedeeiserne Geländer auf der vorderen Treppenanlage aufwändig instand gesetzt. Das Geländer an der Innentreppe ist dagegen neu, greift die formalen Vorgaben seiner älteren Schwester jedoch auf. Das historische Schiefermauerwerk wurde an vielen Stellen nicht nur erhalten, sondern auch wieder oder erstmals sichtbar gemacht.

2007 begann mit dem Umbau und der Sanierung des Weingutes Markus Molitor eine intensive Zusammenarbeit von Architekt und Winzer. Zunächst lernte Lukas Baumewerd die Weinphilosophie und die Arbeit von Markus Molitor und die Qualität der Weine, die das Weingut im Haus Klosterberg erzeugt, kennen.

Durch Umbau und Sanierung und durch die Erweiterung wurden die Vinothek und Präsentationsraum sowie eine Küche, die notwendigen Nebenräume, Keller und Produktionsräume und ein Privatbereich auf insgesamt etwa 1.500 Quadratmetern Gebäudefläche gestaltet. Ziel des Winzers waren helle, große und puristisch möblierte Räume, die zum Marketingkonzept des Weingutes, der Verbindung von Tradition und Moderne, passen. Gleichzeitig sollten sie den Wein und das Weinerlebnis in den Mittelpunkt stellen. Denn bei der Degustation wie bei der Weinbereitung, darauf legt Markus Molitor Wert, geht es um Konzentration. Er sieht den Kern seiner Arbeit in einer kompromisslosen Orientierung an Qualität.
Sanierung einer denkmalgeschützten Villa, Köln-Marienburg
Zentrales Anliegen bei der Neugestaltung der Villa in Köln-Marienburg war die zeitgemäße Neuinterpretation in Anlehnung an den Originalzustand von 1910.

Vorgefunden wurde ein über Jahrzehnte durch Umbauten und verschiedene Eingriffe in die Raumstruktur verändertes Gebäude, das für die Wohnnutzung nur noch bedingt geeignet war. Anhand von historischen Abbildungen wurde zunächst der Originalzustand untersucht und ein Maßnahmenkatalog erstellt, dessen Entwicklung durch Ergebnisse verschiedener Freilegungen der bestehenden Bausubstanz unterstützt wurde. Hierbei fand man z.B. historische Stuckelemente und zuvor verdeckte Fenster und Türen auf.

Im Erdgeschoss wurden Säulen im Vestibül und die frühere Treppenanordnung rekonstruiert und die zerstörte zweistufige Stuckdecke im Musikzimmer wiederhergestellt. Die Detailtiefe reichte hier bis zur Neuinterpretation historischer Lampen. Der noch vorhandene Terrazzoboden im Treppenhaus wurde aufwendig ergänzt und aufgearbeitet.

Im Obergeschoss waren die zentralen Maßnahmen die Verkürzung des zuvor überdimensionierten Korridors zugunsten angemessen nutzbarer Räume, die Freilegung und Ergänzung historischer Böden und die Planung neuer Badezimmer.

Die Fassade wurde komplett analysiert. Daraus ergab sich die originalgetreue Rekonstruktion des Zustandes an drei Gebäudeseiten und die denkmalschutzkonforme Ergänzung von Elementen in der Gartenfassade, z.B. eines neuen überdachten Austritts zur Wiederherstellung der Fassadensymmetrie.

Alle Nassbereiche im Haus wurden zugunsten der ursprünglichen Leitungsführung auf die Westseite verlegt. Unter Verwendung des bereits in den Fassaden eingesetzten Anröchter Dolomits in Kombination mit minimalistischen Einbauten und Detaillösungen wurden Badezimmer mit zeitlosem Charakter geschaffen.
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Sanierung und Umbau einer denkmalgeschützten Villa, Köln-Marienburg
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Neubau einer Villa für einen Kunstsammler, Graz, Österreich
Das 10.000 qm große Hanggrundstück des Villenkomplexes besticht durch seine herausragende Aussichtslage über die Stadt Graz in der Nachbarschaft zu einer fein gegliederten Villa aus dem 19. Jahrhundert im Westen, nach Norden und Osten wird das Anwesen durch schönen alten Baumbestand abgeschirmt. Das Entwurfskonzept dieses Hauses schafft den großzügigen Rahmen für die museale Präsentation moderner Kunst im Wechselspiel mit den vielfältigen Wohnfunktionen – zeitgenössische, internationale Malerei, Plastik und Fotografie sind in allen Bereichen des Hauses gegenwärtig.

Das Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 1.250 qm ist dreigeschossig konzipiert, wobei das Untergeschoss bergseitig in den Hang eingeschnitten ist. Die klare, dominant kubische Gebäudeform mit den großflächig konzipierten Fassadenöffnungen beeindruckt in ihrem eleganten Erscheinungsbild durch Leichtigkeit und Transparenz. Eingeschnittene Loggien, fein proportionierte Ansichten mit einem bestechenden Verhältnis von transparenten zu geschlossenen, glatt verputzten Flächen gliedern das große Bauvolumen in großer Selbstständigkeit. Das bewusst scharfkantig ausformulierte Gebäudevolumen wird im Detail durch die rahmenlos eingesetzten Schiebelemente aus Edelstahl besonders akzentuiert.

Raumkonzept
Die symmetrisch angelegte Raumfolge im Erdgeschoss umschließt mit dem Eingangsbereich und den Wohn- und Repräsentationsräumen ein Atrium und den zentralen, zweigeschossigen Ausstellungsraum der Sammlung. Die privaten Rückzugs- und Schlafbereiche der Familie befinden sich im Nordteil des Hauses, wobei der Elterntrakt im Obergeschoss über eine große begehbare Dachterrasse mit weitem Blick über die Stadt besticht.

aus „Die Villa“, Deutsche Verlags-Anstalt München 2006
Neubau Sammlung Grässlin, St. Georgen
Im Jahre 2002 beauftragte die Sammlerfamilie Grässlin den Entwurf einer Halle zur sachgerechten und optimalen Lagerung ihrer Kunstsammlung, die aus zumeist großformatigen Werken besteht. Gewünscht war ein Gebäude, das den pragmatischen und logistischen Aufgaben von An- und Abliefern, Lagern und Verwalten von Kunst dienen sollte; zur Verfügung stand ein Baugrundstück mit starker Topografie in einer heterogenen Baustruktur. Es sollte auch das in St. Georgen seit Jahren beliebte Restaurant „Kippys“ in das Projekt zu integrieren. Die Bauaufgabe bestand damit aus drei Gebäudeteilen und wurde entwurflich so umgesetzt, dass jeder einzelne Bereich die optimale Funktionalität und Gestaltung in Form und Ausdruck erhielt. Zusammengerückt und die Zielsetzung abbildend, stehen heute drei eigenständige Baukörper: Lagerhalle – Ausstellungshalle – Restaurant. Rechteckige liegende Volumen, deren Größe und Proportion sich aus dem jeweils eigenen Raumprogramm sowie der funktionalen Anforderung erklärt. Parallel und sich berührend, stehen die drei so beieinander, dass sie einen öffentlichen und einladenden Platz umschließen. Alle drei Bauteile verbindet die klare und schlichte Form mit hochwertig verputzter Hülle, während Elemente wie Eingang, Fenster, Fassade, Oberlicht und Vitrine als individualisierende kostbar detaillierte Elemente hinzugefügt sind.

Die Ausstellungshalle, Herz des Ensembles, präsentiert sich als „white cube“ mit axialsymmetrischem Grund- und Aufriss – links und rechts flankiert von Restaurant und Lager orientiert sich ihre Hauptfassade zum Platz hin. Eine imposante 4 Meter hohe Türe führt in das Innere des Ein-Raum-Gebäudes, einem wohlproportionierten neutralen Raum, der durch deckenbündige Oberlichter rhythmisiert und diffus belichtet wird. Museumsarchitektur bekennt sich hier als dienend, stellt Fläche für Kunst zur Verfügung und bleibt im Hintergrund. Eine großzügige, seitlich angeordnete Türe verbindet Ausstellungs- und Lagergebäude.

Geschickt wird die schwarzwaldtypische Hanglage des Grundstücks für den enormen Lagerflächenbedarf genutzt. Auf diese Weise hat die platzbegrenzende Wand die gleiche Höhe wie das Restaurantgebäude, während sie die Rückseite des Ensembles fast zweigeschossig abschließt. Das Innenleben besteht aus technischen Einbauten, die für die Logistik einer Kunstsammlung notwendig sind. Die Gebäudehülle zeigt sich im Wesentlichen geschlossen. Ganz anders das Restaurant – Café – Bar „Kippys“. Dieses Gebäude besetzt den Standort des Grundstücks mit der größtmöglichen Öffentlichkeit nach außen. Signalhaft und einladend schiebt sich der sorgfältig gestaltetet und großzügig verglaste Eingang an der neuen Museumsstrasse aus dem Gebäude heraus. Der Gastraum orientiert sich zum Platz hin; im Sommer erweitert sich dieser Raum um eine vorgelagerte, überdachte Terrasse auf den Platz. Als nahezu unsichtbare Schwelle zwischen Innen und Außen fungiert eine raumhohe Schiebetüranlage von höchster Filigranität und Präzision.
Sanierung eines Bades, Köln-Marienburg
Der Wunsch des Bauherrn war es, das Hauptbad seiner herrschaftlichen Villa zu vergrößern. Grundgedanke des Entwurfs ist die Unterbringung von Toilette, Bidet, Wanne und Dusche in einer fortlaufenden Spange, welche sich durch eine Stufe vom restlichen Raum absetzt. Der verbleibende Bewegungsraum wird durch zwei Fenster bestimmt und bietet Platz für einen Waschtisch und ein Sideboard.

Der Gestaltung des Hauses folgend, entschied sich der Bauherr für eine Wandvertäfelung aus Naturstein. Nachdem ein Marmorblock gefunden war, der den Vorstellungen des Bauherren entsprach, wurden sämtliche Strukturen und Adern der großformatigen Platten in den Entwurf integriert. Lage und Ausrichtung wurden akribisch geplant und später nach den aufwendigen Zeichnungen verlegt.

Der Vorliebe des Bauherrn für vernickelte Oberflächen ist es zu Verdanken, dass ein filigranes, mit Nickel beschichtetes Messinggestell die aufwendig profilierte Marmorplatte des Waschtisches trägt.

In weiteren Details wurde ein bodengleicher Ablauf als Schlitzrinne sowie eine raumhohe, profillos eingearbeitete Duschabtrennung für die Dusche entworfen. Der Spiegel ist bündig und von hinten beleuchtet in die Wand integriert.
Gartenpavillon, Köln-Marienburg
Umbau der Galerie Capitain, St. Apern-Straße, Köln
Im März 2007 bezog die renommierte Galerie Gisela Capitain ihre neuen Räume in der St. Apern-Straße 20–26 in Köln. Nach einer kurzen Bauzeit von nur drei Monaten wurden die lichtvollen und funktionalen Räume eröffnet. Die im Hochparterre auf 309 qm gelegene Galerie für internationale Kunst betritt man durch eine raumhohe Eingangstüre und gelangt in den ersten Ausstellungsraum. Dieser Raum übernimmt die Verteilerfunktion in die drei Ausstellungsräume und in den Bürotrakt. Hier befindet sich der Empfangsbereich, der den Ausstellungsbereich vom Arbeitsbereich trennt. Die Ausstellungsräume sind bewusst zurückhaltend und schlicht gestaltet, um der Kunst den nötigen Platz zu lassen. Alle Räume wurden mit einem Lichtsystem ausgestattet, welches sich bereits in den früheren Galerieräumen auf der Aachener Straße in Köln bewährt hatte. Der vorhandene Estrichboden ist an einigen Stellen aufgearbeitet worden, roh belassen und poliert. Passend zum Erscheinungsbild der Galerie wurden für die Büroräume eigens Regale und Schreibtische entworfen. Die umfangreichen Umbauten wurden ergänzt durch die Neugestaltung der WCs und den Einbau einer edlen Teeküche.
Umbau einer denkmalgeschützten Villa, Köln-Marienburg
Das vorgefundene Wohnhaus war in den 70er und 80er mit massiven Eingriffen in die Tragstruktur umgebaut worden. Wunsch des neuen Eigentümers war es die ursprüngliche Großzügigkeit wieder zu erlangen. So wurde im Jahre 2002 begonnen, die historische Tragstruktur und damit das originale Raumgefüge des denkmalgeschützten Objektes einhergehend mit einer umfassenden Sanierung aller Räume wieder herzustellen. Neben der Umsetzung eines komplexen Raumprogramms spielten die Auswahl der Materialien sowie minimalistische Detaillösungen eine wichtige Rolle. Um beispielsweise den Boden des Eingangsbereichs in der Küche fortführen zu können, wurde der originale Steinbruch des vorgefundenen Materials ausfindig gemacht.

Der historische Treppenaufgang zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss wurde in moderner Form interpretiert und bis ins Dach fortgeführt um die oberen Geschosse besser in das Raumgefüge einbinden zu können.
Sanierung eines denkmalgeschützten Wohnhauses, Köln-Marienburg
Um einen angemessenen Rahmen für die Kunstsammlung der Bauherren zu schaffen, wurde das Erdgeschoss des Hauses in Köln-Marienburg saniert. Entstanden ist eine großzügige Wandelhalle, die mit reizvollen Blickachsen und lichtdurchfluteten Räumen die entsprechende Atmosphäre schafft. Bei der Planung wurde viel Wert auf minimalistische Details sowie die Einbindung und Ergänzung der vorgefundenen Materialien gelegt. Ein weiterer Bestandteil des Entwurfes sind verschiedenartige Möbel und ein Kamin.
Umbau und Erweiterung Stadtmuseum Simeonstift, Trier
Angesichts der wertvollen und umfangreichen Sammlung stand im Vordergrund der Planung die optimale Unterbringung der Exponate unter Berücksichtigung eines geschichtlich-didaktischen Leitfadens durch die Ausstellung. Ebenso wichtig war die sinnvolle Besucherführung, die Schaffung einer übersichtlichen Struktur, die klare Orientierung innerhalb des Museums sowie die barrierefreie Erschließung aller Ebene und aller Räume. Erschwert wurde dies durch die Vielschichtigkeit des historischen Bestandes und der vorhandenen Substanz.

Kerngedanke der Planung ist das neue zentrale Treppenhaus am Schnittpunkt des alten Nordflügels, des Westflügels und des neu errichteten Nordflügels, um alle Räume sternförmig zu erschließen. Unter Verwendung des Split-Level-Systems wurde sowohl die Verbindung zwischen Alt- und Neubau geschaffen, als auch gleichzeitig spannende Blickbeziehungen in die Ausstellungsräume ermöglicht. Durch den an zwei Seiten verglasten Aufzugsschacht sind Einblicke in den jeweils nächsten Ausstellungsbereich möglich.

Bei den Grabungen für den Neubau wurden weitere wertvolle Funde entdeckt, woraus sich die Möglichkeit ergab, diese in die Architektur zu integrieren. Da die Ablesbarkeit der Schichtung in der Zeit vorrangiges Gestaltungsziel war, wurden die großen Fundamente der römischen Stadtmauer in den Keller des Neubaus einbezogen. Es sind nun die unterschiedlichen Perioden der stadtgeschichtlichen Entwicklung von den Römern über das Mittelalter bis hin zur Neuzeit in diesem Treppenhaus sichtbar. Durch die Schließung des Ostflügels wurde ein repräsentativer Eingang mit Portalcharakter geschaffen, hier verteilen sich die Besucherströme in Richtung Tourist-Information, Innenhof und Kasse. Des Weiteren ergab sich durch die Schließung auch die Möglichkeit im 1. OG den Rundgang durch den offenen Kreuzgang wieder herzustellen. Die gemeinsame Kasse ist in dem neu geschaffenen Foyer untergebracht, welches in seiner Stahl-Glas-Konstruktion so transparent wie möglich gestaltet wurde, um den alten Nordflügel in seiner ursprünglichen Erscheinung ablesbar zu belassen.

Der Neubau beherbergt im Keller neben der Technik auch die WCs für die Museumsbesucher, im Erdgeschoss Werkstätten, Büroräume der Tourist-Information, sowie von Außen zugängliche öffentliche Toiletten. Darüber befinden sich zwei Ausstellungsebenen mit bewusst neutral gehaltenen Räumen, um den Anforderungen an Wechselausstellungen und ihrer variablen Ausstellungsarchitektur gerecht zu werden. Beide Räume wurden hinsichtlich moderner klimatischer und technischer Anforderungen ausgestattet. Die Räume im Altbau wurden ebenfalls hinsichtlich klimatischer und konservatorischer Bedingungen, unter Berücksichtigung der historischen Substanz, den heutigen Anforderungen an ein modernes Museum angepasst.
Sanierung Gartenpavillon, Köln-Marienburg
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Umbau der Galerie Capitain, Aachener Straße, Köln
Die Räumlichkeiten in der Aachener Straße 5 in Köln boten der Galerie Capitain eine optimale Möglichkeit einer Vergrößerung der Galerieflächen. Der Umbau beschränkte sich auf wenige Maßnahmen: nach dem Abriss von drei übereinander gestaffelten Abhangdecken, stellen die freigelegten 4 m hohen Räume eine ideale Präsentationsfläche für Kunst dar. Der Anhydritestrich für die Egalisierung der Bodenhöhen verleiht den Räumen einen warmen Grundton. Sekretariat und Büros wurden an die Straßenseite gelegt. Um die Scheibenwirkung der Wände zu betonen, sind die Büros nicht durch Türen von der Diele getrennt. 4 m hohe Schlitze ersetzen normale Türöffnungen und lassen so die natürliche Belichtung des Flurs zu. Der große Ausstellungsraum wird durch Fenster zum Lichthof belichtet.
Um sich als Architekt so zu positionieren, dass man weder beliebig, noch uniform, noch austauschbar wird, bedarf es einer besonderen Gestaltungskraft, die immer für etwas Übergeordnetes steht.

Dabei geht es nicht um das Ausblenden der marktdiktierten Faktoren, sondern um die Fähigkeit, trotz dieser Einflüsse einen eigenständigen und souveränen Architekturbegriff zu etablieren.

Lukas Baumewerd ist dieses in den letzten Dekaden eindrucksvoll und erfolgreich gelungen. Seine Nähe zur Kunst und sein Portfolio mit Referenzen aus den Bereichen Museum, Sammlung, Galerie, Weingut, Büro- und Privathaus unterstreichen das Potenzial.

Sein Ansatz fokussiert das Erkennen des individuellen Anspruchs an Ästhetik, Funktion, Materialität und Beständigkeit sowie die daraus entstehenden Erwartungen und Konsequenzen. Neben einer formgebenden Position sieht er die persönliche Bindung zu seinen Auftraggebern als essentiellen Baustein für exzellente Architektur.
Kontakt:

Lukas Baumewerd
Architekt BDA

Goebenstraße 3
50672 Köln
Telefon +49 221 952 45 15
post@baumewerd.de
Anfang, Prinzip, Ursprung: Architektur ist die Auseinandersetzung mit der Wechselbeziehung zwischen Mensch, Zeit und selbstgeschaffenem Raum.

Vom ursprünglichen Schutz vor den Gefahren der Natur, über die Abgrenzung zwischen dem Privaten und der Außenwelt bis hin zur gezielten Öffnung bewusst angelegter Räume innerhalb sozialer Gefüge – Architektur besteht seit Beginn der Menschheit.

Architektur „erzählt“ von den Aspekten des Lebens zu einer bestimmten Epoche und reflektiert die jeweilige Identität einer Person, eines Volkes oder einer Gesellschaft. Architektur ist als „Repräsentant“ unserer Kultur ein fester Teil unseres Seins. Aussagekraft, Funktionalität und Substanz bestimmen die Lebensdauer architektonischer Werke.

Beurteilt man Bauten nach diesen Kriterien, so lässt sich sagen, dass die Lebenserwartung von Gebäuden der Gegenwart nicht gestiegen ist. Das liegt an der Entwicklung unserer Zivilisation, an Zerstörung und Wiederaufbau ganzer Städte, an der Dimension von Urbanisierung und an steigendem Bedarf an Wohn- und Arbeitsraum.

Da heute dem Verstand mehr Tragfähigkeit zugesprochen wird als den emotionalen Motiven, geschieht die Auswahl eines Architekten oder einer Materialität oftmals zu Lasten von Langlebigkeit und Qualität. Dennoch enthält jedes (private) Bauvorhaben ein Quantum an Sehnsucht nach etwas „Unsterblichkeit“ und den Wunsch etwas Bleibendes zu schaffen.
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